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Abstauber ...

von Andreas

Da ich an Torsten’s legendärem Höhenflug vergangenes Wochenende aus beruflichen Gründen leider nicht anwesend sein konnte –die Arbeit kann einem das schönste Hobby versauen, bin ich Dienstag alleine raus. Gewappnet mit vielen guten Ratschlägen und einer genauen Platzbeschreibung seitens Torsten, baute ich mein Tackle auf und legte die Fallen aus.  Himmlisch – Mutterseelen alleine am See, kein Mensch weit und breit.

Lediglich auf der anderen Seite regte sich etwas am Ufer. Unter den Büschen platsche es gewaltig, aber zu erkennen war nicht wirklich was. Also Fernrohr raus und mal rumspioniert – da schwimmt einer. Hinter ihm am Ufer ein großes Schild „ Baden Verboten“. Naja, laß ihn mal machen denk ich mir, bin ja nicht hier um mich aufzuregen. Als er dann jedoch zielstrebig meine Montagen ansteuert, werde ich doch langsam nervös und bringe den guten Mann mit einem lauten Pfiff vom Kurs ab. Während ich noch darüber sinniere, dass ein 90 gr. Blei bestimmt auch eine durchschlagende Wirkung gezeigt hätte, reißt er sich am anderen Ufer seine Badehose vom Leib und als ich gerade mit ansehen musste, wie kalt das Wasser doch anscheinend noch ist, klingelt mein Handy. „Na mein Bub, geht was“ es war Torsten, der mir nur kurz mitteilen wollte, dass er noch auf ein Bier vorbei kommt. Wenn man berücksichtigt, dass ich knapp 2 Jahre älter bin, ist das mit dem „Bub“ doch nett, oder?

Freut mich dass du kommst, sagte ich und dachte so bei mir – ich hab nur ein Bier dabei :-/

Naja, Torsten brachte dann ein SixPack mit … ein bisschen gefachsimpelt und ein Bierchen getrunken und schon war er wieder weg und ich wieder alleine. Erneut klingelts – Jens. Er beschwert sich weil ich ihn nicht auf dem laufenden halte, er wäre doch auch gern auf ein Bierchen vorbeigekommen ..... der hat das gerochen, is immer so.

Die Nacht war dann alles andere als ruhig, mein Bißanzeiger schwieg zwar hartnäckig, aber dafür wurde mir ein Froschkonzert vom Feinsten geboten - nicht auszuhalten. Als ich dann so gegen 5 Uhr endlich müde genug war um diese Viecher nicht mehr zu hören, pfiff meine linke Rute ab. Ok, dann geht’s halt auch mal ohne Schlaf. Dass es kein Kleiner war, war direkt klar denn er zog erstmal gemütlich seine Bahn. Der Rest war wenig spektakulär und am Ende konnte ich einen schönen makellosen 30 pfünder Schuppi landen. Einfach herrlich diese Tiere. Eigentlich wollte ich noch einen Tag länger bleiben, packte aber dann am folgenden Nachmittag mein Köfferchen zusammen, weil ich es in dieser schwülen Hitze einfach nicht mehr aushielt, aber trotzdem gelohnt hatte es sich. Zweimal abgestaubt – 1 SixPack schönes kaltes Bier und ein 30 pfünder Schuppi .- was will man mehr ...

Da ich ohne meinen Fotografen unterwegs war, bitte ich die schlechte Qualität der Bilder zu entschuldigen ;-)


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