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Erfolgsdruck oder Karpfenfischen vom 07. - 08.06. 2008

von Jens

Nachdem Timo und ich am letzten Wochenende bis auf 2 Zupfer an meinen Ruten keine Aktionen verzeichnen konnten, wollte Timo an diesem Wochende mal zuhause bleiben, um seinen Weg zum ersten Karpfen neu zu planen. Natürlich rief das Resultat einen Kritiker auf den Plan, welcher am Wochenende zuvor dort ja sehr gut gefangen hatte. Seiner Meinung nach lag es natürlich an unserem Unvermögen und keinesfalls an anderen Parametern ;) .

Umso gespannter waren alle Beteiligten wie unser (selbsternannter) Karpfengott beim nächsten Ansitz abschneiden würde und bei Misserfolg (welchen ich ihm natürlich schon prohezeite) umgehen würde. Torsten reiste etwas früher an, um seinen Spezialplatz vom letzten Mal beackern zu können. Als Drillhelfer rekrutierte er Andreas, welcher direkt neben Torsten fischen durfte ;) .

Andreas der sich (wie ich finde) recht lasziv gibt

Ich entschied mich es mal am bislang erfolglosen Platz von Timo versuchen, da ich dort vor einiger Zeit (zugegebenermassen ist das schon ca. 7 Jahre her ;) mal recht gut gefangen habe. Leider hatte ich nicht das Glück im Trocknen aufbauen zu können und installierte im strömenden Regen mein Tackle. Unter dem Regenanzug wird einem dabei richtig warm ums Herz ;) .

Nach vielen Testwürfen zum Abklopfen des Bodens fand ich geeignete Plätze zur Köderpräsentation. Zugegebenermassen wollte ich auch die neuen Baitrunner mal ausgiebig werfen ;) . Komischerweise komme ich mit den XTB und deren grossem Spulendurchmesser nicht wesentlich weiter als mit den altgedienten GTE. Das neue Baitrunnersystem bzw. die XTB werde ich demnächst in der Rollenrubrik gesondert vorstellen. Dies muss aber noch so lange warten, bis sie die ersten Barbensessions am Rhein hinter sich hat.

Endlich mein. Die Shimano Ultegra XT-B 5500

Zurück zum Karpfenansitz. Nach üppigen Anfüttern mit meinen extra für mich produzierten Geheimboilies gesellte ich mich zu den Kollegen und genoss das Bier for free (Torsten hatte Geburtstag), welches ich übrigens besonders gerne trinke. Nach gemütlichem Grillen ohne nennenswerte Aktionen auf dem See oder unseren Ruten ging es ins Zelt zur nächtlichen Entspannung. Diese fiel bei mir leider sehr gering aus, was leider nicht an vielen Bissen, sondern eher an vielen Stichen lag. An dieser Stelle wurde meinerseits der Entschluss gefasst, mein altes Zelt gegen ein neues mit Mückenschutz auszutauschen.

Morgens um 6Uhr bekam ich einen eher trägen Run, welcher sich als 17Pfd Spiegel rausstellte. Die Begeisterung über die Bremse und vor allem den riesigen Schnureinzug der XTB war ebenso gross, als die über den Fisch selbst.

Wetter super, Drill super, alles super.

17Pfd Spiegelkarpfen (welche im Bestand mittlerweile die Minderheit darstellen)

Der Trend zum morgendlich Beissen schien sich also zu bestätigen, zumal jetzt wirklich viele Fische hochkamen (wenn man dies als Indiz für Aktivität sehen möchte).

Um 9Uhr sass ich bei Torsten, als ich den Dauerton meines ca. 30m entfernten Optonics ortete. Nach kurzem Sprint war ich bei der Rute, an welcher recht ordentlich gezogen wurde. Nach dem Anschlag lief der Fisch gewaltig über die Bremse. Nach einigen Minuten lag ein super gezeichneter 21Pfd Spiegel auf der Matte.

Dieser 21 Pfünder stellte sich als wilder Bursche heraus. Sehr markant ist der Körperbau ab dem Kopfbereich.

So ähnlich schaute Torsten bei meinem 2ten Run auch ;).

Weitere Bisse blieben nun bis zum Einpacken aus.

Torsten verkniff sich übrigens die Tränen (zumindest solange wir dabei waren) und tröstete sich er würde ja noch in der Gesamtgewichtsklasse führen. Aber wer will schon jeden Tag Karpfensülze essen :-)


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