
Am Donnerstag war 15 Uhr Treffpunkt an unserem Vereinssee zum Karpfenfischen, Jens und ich waren pünktlich am Start. Torsten hingegen musste noch bis 17 Uhr arbeiten, und lies bereits den Motor warm laufen. Da ich donnerstags abends sowie samstags morgens die Schulbank drücken muss war geplant nur schnell das Gerödel aufzubauen, dann in die Schule zu fahren und im Anschluß gegen 21 Uhr aufzuschlagen. Fischen war für mich dann leider auch nur einen Tag drin. Nachdem Aufbau war leider noch eine Stunde Zeit bis zum Schulanpfiff, und Jens schlug mir doch großzügig vor mal ein Bier auszugeben. Nachdem er mir dann hoch und heilig versprach, mir eine Entschuldigung für meinen Lehrer zu schreiben (er sagte was von „Jungangler Timo konnte am 7.5. wegen akutem Dickfischaufkommen nicht am Unterricht teilnehmen, gezeichnet Mentor Jens“), nahm ich mir dann doch lieber mal eine Pulle aus der Kühlbox (sorry Jens hatte dich ganz vergessen ;) und lies die Schule Schule sein.
Nachdem Torsten dann eintraf und das schon routinemäßige Grillen beendet war, biss dann auch schon gegen 22 Uhr der erste 17 Pfünder bei Jens (welchen er nicht mal ablichten wollte, aber ich muss ja schließlich mit der neuen Cam üben), was auf ein aussichtsreiches Wochenende hoffen ließ.
Gegen 1 Uhr wurde ich dann durch einen Pfeifton geweckt, welcher eigenartigerweise nicht von meinem Striker sondern von Torsten‘s kam, er konnte einen 31er Spiegler landen. Leider fischte er vor sehr viel Schilf, was ihm aber nichts ausmachte, denn ich musste ja mit bis dahin trockenen Socken ins Wasser treten, um zu keschern. Jens musste, obwohl sein Zelt direkt am Pieper stand von uns noch recht grob für die Fotosession geweckt werden. Leider erwies sich dieser dann torkelnderweise für solche Zwecke recht unbrauchbar, ob es an der Flasche Rotwein und dem geschnorten Bier lag (er ist jetzt quasi Pilssammler) blieb unklar. Anmerkung Jens: Weder noch, aber für solch kleinen Fische müssen wir ja nicht zu dritt rumstehen ;).

Es war gegen 3 Uhr als ich gerade von einem Run an meiner Rute träumte als Jens an mein Zelt klopfte mit der Mitteilung: „Junge, es geht wieder los“. Also doch im Unterbewusstesein was gehört, ungerechterweise wieder bei Torsten, menno. Auch diesen 17er Schuppi konnte ich (jetzt ohne Socken, da nass) im Feuchtbiotop keschern.
Der Rest der Nacht verlief dann zum Glück ruhig (abgesehen vom Froschkonzert), ist ja schon stressig geworden. Beim allmorgentlichen Kaffeekochen hatte sich doch tatsächlich ein 28 Pfund Schuppi an einem von Jens Murmeln aufgehängt (nicht was ihr jetzt denkt, ich meine einen Boilie).

Gegen 10 Uhr war meine Zeit gekommen einzupacken und die Heimreise anzutreten. Ich philosophierte noch darüber, dass es ja sehr eigenartig sei, dass bei mir nix gebissen hat. Schon fast zwei Jahre hier am Start, da muss doch wenigstens mal einer zufällig an meinem Haken hängen bleiben, egal. Als ich mich aus meiner Liege erhob und zu den Ruten ging um abzubauen kam ein Pfeifton aus dem Bissanzeiger, also geht doch. Von mir können sich die Jungs halt doch noch was abkucken ;) Im Kescher landete ein knapp 15 Pfund Spiegler (kein Riese, aber der Mensch freut sich), welcher meine 1 ¾ Barbenrute doch schon in Anspruch nahm.

Wie unsern Bub sich freuen kann ;).

Na sie werden doch nicht.

Nicht einfach am Maul einhängen hab ich gesagt ;)
Jungangler Timo wurde endlich entjungfert, was den Jungs gleich die Idee brachte ich könne doch schnell noch mal am Real vorbei und eine Kiste Kühle s holen. Dies wurde dann aber vertagt auf 2013.
Samstagmorgen in der Schule bekam ich dann noch ein Update, dass Jens noch einen 28er und 22er landen konnte und bei Torsten noch einer ausgestiegen sei. Im Nachhinein kam dann raus, dass Jens kurz drillen musste, da Torsten gerade anderweitig beschäftigt war. Alles in allem wohl das beste Wochenende mit 7 Karpfen, wenn auch 3 für die Verhältnisse recht Kleine dabei waren.