
Nachdem nun die künstlichen Köder auf der Rheinland-Pfälzer Seite wieder gestattet sind, wollten wir heute morgen in aller Frühe zu einem Rapfen-Spot an den Rhein aufbrechen. Auf der Fahrt mit dem "Jens-Taxi" nach Mainz, schaltet ich mein Handy ein, um dann per SMS zu erfahren, dass Jens heute nicht mitkommt ...
Um die sonst übliche Konventionalstrafe zu verhindern, fügte er der SMS dieses Entschuldigungsschreiben seiner Erziehungsberechtigen bei:
"hallo torsten leider hat sich mein mann heute abend so besoffen, dass er sich gerade mehrfach übergeben musste. dass heisst er hat mich hiermit beauftragt dir für morgen abzusagen. er trifft leider die tastatur nicht mehr, sonst hätte er dir selbst geschrieben. gruss sandra"
Tja, so sind die Buben halt, lassen sich die Erdbeerbowle nochmal durch den Kopf gehen .... ;) Sind dann eben mehr Rapfen für mich ;)
Am Rhein angekommen, war gegen 05:30 schon recht viel Aktion im Wasser zu sehen, die Rapfen raubten recht ufernah in den Kleinfischschwärmen. Ich hatte heute meine P&M Specialist Casting mit Daiwa Multirolle & 12lb Nitlon Bait und verschiedenen Oberflächenwobblern im Einsatz. Nach ein paar Würfen hatte ich schon die erste Attacke auf meinen Wobbler, der aber leider nicht hing. Wenige Würfe später hatte ich mehr Erfolg und der erste 52er Rapfen fand den Weg in meinen Kescher.

Die Rapfen schienen sich mehr für die in Massen vorhandenen Kleinfischschwärme zu interessieren anstatt für meine Wobbler - es wurde zäher! Nach einem Standortwechsel und weiteren Würfen in den raubenden Rapfenschwarm wurde mein WaterMonitor zur vermeintlichen Beute - allerdings verabschiedete sich der Rapfen nach kurzem Drill wieder ungesehen zu seinen Kollegen ...
Der nächste hing dann aber und konnte sicher gelandet werden. Mit 54 cm immer noch kein Riese aber der Mensch freut sich ;)

Im weiteren Verlauf dieses kurzen Fischens am frühen Sonntagmorgen wurde mein Wobbler noch einige Male erfolglos attackiert, ein weiterer Rapfen aus der 50+ Baureihe verabschiedete sich dann noch kurz vorm Kescher. Nachdem sich dann die 'heisse Phase' etwas gelegt und sich die Rapfen an den Kleinfischen offenbar satt gefressen hatten wurde es ruhig auf dem Wasser, so dass ich gegen 10:00 Uhr wieder den Heimweg angetreten habe.
Nach einem kurzen Telefonat mit Claus am Nachmittag entschied ich mich dann zur grossen Freude meiner Frau zu einem erneuten Vorstoss an die Rapfenfront - diesmal dann abends bis in die Dämmerung. Nach kurzem aber erfolglosen Fischen an meinen Morgenspot waren wir im Begriff die Stelle zu wechseln, als sich an meinem Handy der wiederauferstandene Jens meldete und sich nach kurzer Wartezeit dazugesellte.
Nach einer kurzweiligen Fahrt über die lokalen Feld- und Wirtschaftswege fischten wir etwa 1.5 Std. eine andere Stelle mit flachen, sandigen Abschnitten ab. Die Rapfen waren zwar da, machten sich aber nur gelegentlich Schlagen bemerkbar - kein Vergleich zu heute morgen, wo dass Wasser mehr oder weniger kochte. Nach einigen Würfen konnte ich den ersten und leider einzigen Fisch den Abends mit rund 40cm fangen

Momentan scheint sich die aktivere Beissphase in den frühen Morgen zu verlagern, wir - wenn Jens die Finger vom Alkohol lässt - werden es daher sicherlich in den nächsten Tagen nochmals früh morgens versuchen.