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Rapfenfieber Teil 2


Am heutigen Feiertag haben wir uns erneut zur Rapfenjagd am Rhein verabredet. Mit von der Partie war neben Timo auch Jens, der nach seinem verpatzten Auftritt letzte Woche heute morgen wider Erwarten pünktlich um kurz vor fünf abholbereit auf der Strasse stand ...;)

An unserem ersten Spot räumte ein Schwarm kleinerer Rapfen bereits in der Jungfischbrut auf, so dass wir zunächst ein paar Würfe in dieses Treiben hinein machten. Ein uns hinreichend vertrautes "Knack"-Geräusch sorgte dann für den ersten Lacher des noch frühen Morgens: Unser Demolition-Man Timo zerlegte seine leichte 2-teilige Spinnrute bei einem Gewaltwurf auf eine deutlich kleinere Transportlänge mit nunmehr 4 Teilen .... die Rute brach im Handteil und - quasi als Bonbon - zusätzlich noch im Spitzenteil unterhalb vom Endring und war somit ein Fall für die lokale Mülltonne :)

Die Rapfen schlugen recht zahlreich an der Oberfläche, waren aber nicht recht für unsere Köder zu begeistern. Ich hatte einige Attacken auf meine Wobbler - auf den Water Moccasin sogar drei Stück hintereinander - aber keinen verwertbaren Biss. Jens ging es ähnlich, auch er konnte Attacken auf Wobbler und kleine Spinner verzeichnen. Nach einem Wechsel vorm ruhigen Kehrwasser auf eine Natorampe an der Strömungskante hatte ich einen Biss auf meinen Water Monitor und konnte nach kurzen und vorsichtigem Drill meinen PB auf 67cm hinaufsetzen. Der Rapfen hatte knapp gehakt und trennte sich bereits beim Keschern vom Wobbler - Schwein gehabt ;)


Es wurde dann etwas kuschliger, denn von nun drängten sich auch die beiden Geier Jens & Timo mit auf die Rampe. Es kam wie es kommen musste - den nächsten Biss konnte Jens verzeichnen. Seine Rute bog sich gewaltig und der Fisch nahm reichlich Schnur (vermutlich hatte Jens der alte Schauspieler, die Bremse nur wieder voll aufgedreht ..;) ). Seine Hoffnung auf den erwarteten 85+ Rapfen platzte dann recht schnell, nachdem der Fisch an der Oberfläche zu sehen war: Der (nach übereinstimmenden Schätzung von Timo & mir) etwa 30cm grosse Rapfen war beim Biss etwas stürmisch gewesen und sich mit einem Drilling aussen gehakt - daher auch der grosse Druck auf der Rute. Bei einem souverän ausgeführten Keschermnöver meinerseits, verhakte sich der freie Drilling aussen im Netz und verhinderte somit das erfolgreiche Keschern des Fisches .... dieser hatte dann offenbar genug von diesem Quatsch und verabschiedete sich daraufhin selbstständig - Jens null point! :)

Nachdem wir an diesem Spot dann quasi alles gefangen hatten, fuhren wir weiter in Richtung der Natorampe in Ginsheim. Hier angekommen hatten wir schon Schwierigkeiten einen Parkplatz zu finden und konnten uns für einen der begehrten Plätze auf der Rampe in eine Warteliste eintragen ... also weiter in einen etwas ruhigeren Altarmabschnitt. Hier lief ausser einem halbstarken Barsch, der sich wohl eher versehentlich an den Mepps vom Jens verirrt hatte, auch nichts. Der nächste Platz auf einer Natorampe auf der Pfälzer Seite war für alle Beteiligen ebenfalls ein glatter Offenbacher.

Auf Wunsch unseres Ruten-Terminators fuhren wir dann weiter Richtung Oppenheim und befischten auch dort mehr oder weniger erfolglos ein Hafenbecken und zum Abschluss ein Buhnenfeld. Ich beendete das morgendliche Fischen gegen 10:00 Uhr, wohin gegen Jens & Timo noch einen ausgedehnten "Spaziergang" über das Buhnenfeld unternahmen..... ;)


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