
Hello Jens,
Rinko: Seit wie vielen Jahren fischst Du bereits auf Barben?
Jens:Es ging 2004 los, wobei es einige Monate dauerte, bis ich den ersten Barben-Erfolg verzeichnen konnte.
Rinko:
Wie viele Barben hast Du seit dem gefangen?
Jens:
Da ich nicht alle festgehalten habe, müsste ich raten. Ich kenne einen Engländer der 200-300 pro Jahr fängt. Vielleicht kommt das meiner Gesamtzahl nahe ;). Doch die Anzahl der Barben ist nicht der Reiz, ich möchte versuchen eher grössere Barben zu erwischen. Leider muss man sich teilweise richtig durchangeln, bis eine Grosse zuschlägt. In England nennt man es "the number game."
Rinko:
Wie schwer war deine grösste Barbe und wann konntest Du sie überlisten?
Jens:
Sie war 73cm lang und 5,1kg schwer. Interessant war die Figur, welche eher an einen Karpfen, als an eine Barbe erinnerte. Sie biss Ende April 2005.
Rinko:
Wie sieht deine Art des Barbenfischens aus?
Jens:
Immer 2 Ruten, die meist in verschiedenen Weiten vom Ufer ausgelegt werden. Eigentlich ähnlich dem Feedern. Manchmal wird zusätzlich von Hand beigefüttert.
Rinko:
Welche Rute benutzt Du?
Jens:
Die Browning Feeder XXL 4,2m mit WG180g. Hört sich nach nen harten Prügel an, ist aber echt das Gegenteil.
Rinko:
Und der beste Barbenmonat?
Jens:
Definitiv der Oktober, auf dem zweiten Platz dann der April.
Rinko:
Die für Dich beste Tageszeit?
Jens:
Die beste Beiszeit kann ich für 11Uhr- bis 15Uhr angeben.
Rinko:Was war Dein bester Moment bzw. bestes Erlebnis in bezug auf das Barbenfischen?
IJens:ch habe eigentlich keinen Favoriten, denn wir (die Barbenfischen.de-Crew) hatten dermassen viele gute/amüsante Trips, dass die kaum zählbar sind. Einer davon ist aber sicherlich der Trips zum KKW Bilis, an dem wir Move kennenlerneten.
1. Nicht zu viele Gedanken über den weltbesten Köder oder das beste Gerät machen, wenn man weiss das es ja immer gut funktionierte. Wichtig ist so viel Zeit wie eben möglich zu fischen. Je länger der Köder im Wasser ist, je grösser logischerweise die Chance viel zu fangen. Früher oder später wird die PB-Barbe auf welche man schon immer aus war den Köder nehmen bzw. man erwischt eine super Beisszeit mit vielen Fischen.
2: Aus Fehlern lernen. Wenn Dir zum wiederholten mal das Vorfach gesprengt wird, nimm gleich ne andere Schnur und warte nicht aufs nächste kaputte Vorfach Ziel ist jede beissende Barbe landen zu können.
3: Man kann nur dann wirklich gute Fische fangen, wenn, wenn man diese auch im Gewässer vorfindet. Hole Erkundigungen über vergangene Fänge ein, doch lass Dich nicht von anderen Anglern veräppeln. Mach Dir immer Dein eigenes Bild.
4: Wenn mit Maden gefischt wird: Wenn man beim Aufziehen der Maden einen Widerstand merkt ist der Haken stumpf. Bitte sofort einen neuen montieren. Nur mit einem scharfen Haken hat man den besten Erfolg.
Rinko:
Wie schaut dein Lieblingsplatz aus?
Jens:
Immer auf gerade Flussstrecke. Wir haben viele dieser Strecken mit einem sehr guten Barbenbestand. Ich denke die Barben entscheiden sich nach Bodenstruktur und Strömung für bevorzugte Aufenthaltsorte.
Rinko:
Wie populär ist Barbenfischen in Deutschland?
Jens:
Noch ist es nicht sonderlich populär, doch in ein paar Jahren wird es da ziemlich sicher sein. Dies ist in der stark steigenden Barbenpopulation begründet.
Rinko:Könnte ein Holländer bei Euch in Deutschland fischen oder benötigt er spezielle Papiere?
Jens:
Normalerweise sollte eine gültige Fischereikarte ausreichen, um eine Rheinkrte lösen zu können.
Jens, danke für das Interview, und viele Glück beim Barbenfischen und deiner Site Barbenfischen.de.