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Alles Made oder was?

Ich bekomme immer wieder zu hören das Maden die Barbenköder schlecht hin sind. Sind sie auch, wenn man die Fänge übers Jahr  betrachtet fangen wir die Meisten auf Maden.  Dennoch sollte man andere Köder nicht außer Acht lassen, denn manchmal sind andere Köder genau so  gut oder sogar besser als Maden. Gerade heute habe  ich es wieder erlebt, ich fischte eine Rute mit Maden und eine mit Käsewürfel 2cm mal 2cm, gebissen hat die einzigste Barbe des Tages auf Käse, die Maden blieben unberührt. Klar bei den Temperaturen  ist es schwer überhaupt etwas an den Haken zu bekommen, und ein Fisch macht noch  lange  keinen guten Köder aus.

Aber wenn ich an meinen ersten Barbenansitz zurückdenke, dort fischte ich ebenfalls eine Rute mit Maden, eine mit Käse 3cm mal 3cm! Die erste Barbe meines  Lebens bis auf den  Käse und ist bis  jetzt noch meine Personal-Best mit 75cm und 4 Kilo, die zweite folgte kurz darauf auf Käse  68cm und 3 Kilo. Auch an diesem Tag blieben die Maden unberührt.

Dann  war  da noch die neue Stelle die ich  vor einiger Zeit mit Jens getestet habe, auch an  diesem Tag hieß es  wieder Maden  kontra Käse (Jens fischte wieder zwei  Ruten mit Maden).

Wir fingen „nur“ Riesen-Rotaugen und Brassen auf Maden, es war wohl keine gute Barbenstelle. Kurz vor Torschluss  bekam ich  noch einen recht heftigen Barbenbiss auf Käse, leider verlor ich den Fisch durch Schnurbruch (0,25er Mono!). Jaja Jens, ich  hätte vorsichtiger Drillen sollen ;)

Bei einem Testangeln mit Boilies fing ich ebenso viele Barben auf 20er Boilies wie auf Madenbündel, wobei alle 6  Stück zwischen ca. 50 und 60 cm waren. An diesem Tag  war eben gute Beißerei  angesagt, und der Köder war fast egal. Durch die dicken Boilies ließ sich nicht mal die Fischgröße selektieren.

 

Ich  denke wenn man über das  Jahr gesehen genau so oft und lang mit Ködern wie  Käse, Boilies, Pellets, Fleisch oder sonstigem angelt wird man höchst wahrscheinlich ein paar  Fische weniger fangen als auf den Topköder Made. Aber wenn man auch regelmäßig vor dem Angel diese Köder in ordentlichen Mengen anfüttert, wird sich das Blatt wenden. Davon bin ich überzeugt.

Auf jeden Fall können alternative Köder einen Angler vorm Schneider bewahren, vielleicht nicht  immer, aber testen lohnt auf jeden Fall.

Zum Angeln mit Käse ist eigentlich nicht viel zu sagen. Ich benutze stark riechende Käsesorten wie Gauda, Emmentaler, Edamer etc. , nur zu weich sollte er nicht sein, da er sonst zu schnell vom Haar fliegt. Ich behandele den Köder nicht noch extra, er hat einen ausreichenden Eigengeruch. Als Montage verwende ich die Selben wie zum Boilieangeln, recht kurze Vorfächer mit einem 1er-4er Öhrhaken (je nach Ködergröße), die Haarlänge sollte auch hier der Ködergröße angepasst sein. Ich persönlich bevorzuge es wenn der Köder recht dicht unter dem Hakenbogen hängt, da ich so weniger Fehlbisse in der Strömung habe. Die Käsewürfel kann man sich je nach Belieben zuschneiden, ich fische Käse in den Größen 2cm – 3cm. Als Stopper sollte man ein Stück Holz oder ähnliches verwenden, da herkömmliche Boiliestopper zu dünn sind, und der Käse sich schnell verabschiedet. Käse lässt sich natürlich an jeder normalen Grundmontage anbieten, durch seinen starken Geruch lockt er auch so sicherlich den ein oder anderen Fisch an den Haken. Ich fische aber immer noch zusätzlich mit Futterkorb, und füttere auch regelmäßig an, eben wie beim Madenangeln.

Sobald die Wassertemperaturen wieder steigen wird eine Anfütteraktion gestartet, als Köder kommen dann nur „große Klumpen“ zum  Einsatz. Vielleicht findet sich ja jemand von Barbenangeln.de der mit Maden gegen halten  will? :o)

Oder ist das alles doch nur Käse???

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