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Aller Anfang ...

Von sagenhaften Erzählungen diverser Kollegen angetrieben, entschied ich mich im Frühjahr 2004 das Gummifischangeln mal etwas zurückzustellen und mal auf die angeblich so starken und mittlerweile zahlreich vorkommenden Barben anzusitzen.

Nach diversen Erkundigungen im Web kaufte ich mir eine schwere Feederrute und bald schon saß ich in freudiger Erwartung am Rhein. Das letzte Weissfischangeln war ca. 15 Jahre her, doch größerer Unterschiede zwischen dem Fischen mit Winkle-Picker und dem jetzigen Feedern war für mich nur im Wurfgewicht zu sehen. War sehr gespannt ob man an solchen Prügeln (damals kannte ich die Cherrywood noch nicht und dachte die Syntec XXL wäre schon einer) einen Fisch überhaupt bemerkt.

Als Strecke wählte ich eine allseits beliebte Matchangler-Stelle an der angeblich hin und wieder Barben gefangen werden.

Die Bisserkennung war weniger das Problem, da selbst kleine Rotaugen und Brassen sicher angezeigt wurden. Ich fing dann auch einiges an Kleinvieh doch leider keine Barbe.

Dies änderte sich nach diversen Ansitzen als ein kleiner Fisch einen für seine Größe sehr großen Widerstand leistete. Total happy landete ich meine erste Barbe von ca. 30cm. Nachdem ich bei einigen Versuchen ein paar dieser Monster gefangen hatte, wurde der Wunsch nach etwas schwereren Kalibern doch sehr groß. Doch wie sollte ich an so was rankommen? Ich beschloss einfach mal so weiterzufischen und hoffte auf baldiges Mitleid der größeren Barben.

Mein Flehen wurde erhört und eine Barbe von ca. 45cm hing an der Rückenflosse fest, was mir durch den schwierigen Drill einigermaßen weiche Knie bescherte. Nun hatte ich Blut geleckt und ging noch öfter auf Barben. Timo hatte früher mal auf Käse eine von 75cm und eine von ca.68cm gefangen und wusste wie gut die Burschen abgehen. Daher war es nicht schwer ihn für diese Fischerei zu begeistern. Leider blieben die guten Barbenfänge aber aus. Wir konnten ja noch nicht wissen wie viel Barben man fangen kann, wenn man weiß wie und wo man die Sache am besten angeht. Also waren wir glücklich mit den teilweise sehr großen Brassen und den sehr kleinen Barben.

Der Knoten platzte als wir wetterbedingt einen neuen Platz befischten und dort gleich mehrere (glaube es waren 4 Stück) Barben um die 60cm fingen, bei welchen ich mich dann endlich von der enormen Kraft überzeugen konnte. Spannender als der Drill ist aber der eigentliche Anbiss an sich, welcher fast immer sehr brutal vonstatten geht und einen so richtig in den Bann zieht. Leider kamen jetzt die typischen Probleme mit dem Gerät auf. Haken wurden aufgebogen, oder nach dem Biss einfach nicht mehr vorhanden obwohl wir uns sicher waren einen montiert zu haben ;). Ruten wurden aus dem Halter gerissen usw. Schnell wurde klar: Barbenfischen ist nicht gleichzusetzen mit dem normalen Feederangeln.

Jens mit 53er Sommer-Barbe

Glücklicherweise lernte ich Kai Chaluppa vom Mosella-Team kennen und traf mich mit ihm zum Barbenfischen. Er konnte mir natürlich einiges an Tricks und Kniffen beibringen (von den Problemen mit dem Gerät berichte ich in den jeweiligen Sparten) und ich fing die erste Barbe über 65cm.

Ab diesem Zeitpunkt stand für mich fest, dass ich diese Angelart intensiver betreiben wolle und rüstete das Gerät dementsprechend auf.  Von da an war ich kaum noch auf Raubfischjagd und setzte mich lieber an den Rhein. Macht Spaß wenn einigermaßen regelmäßig was beißt ;). Natürlich ist es nicht nur die Barbe selbst welche Spaß macht, sondern auch die gemeinsamen Fischen (fast jedes Wochenende) mit den Kollegen Timo, Hasi und Torsten. Wenn ich heute zurückblicke (ja hört sich noch Werthers Echte an), muss über manche Versuche während dieser Zeit schmunzeln. Es gab und gibt weiterhin viel zu lernen, das größte Problem ist allerdings die Zeit hierfür zu finden;).

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