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Fish in 2006  oder die Ironman-Qualli

Was macht man an Neujahr anderes als ein fish in. Also bin ich heute morgen nach dem Frühstück gleich an den Rhein gestartet. Ich wollte eine neue Stelle an einem Warmwassereinlauf testen, die etwas entfernter liegt als  unsere üblichen Stellen, dies erschien mir bei den Wassertemperaturen am besten. Da ich  dort mit einem hohen Fischaufkommen  gerechnet habe, mixte ich etwas mehr Futter an als im Winter  üblich  (10  statt 2 Liter). Ich wusste von einer früheren Zandertour das man zu  dieser Stelle recht weit laufen  musste. Als ich endlich nach einer Stunde Fahrt dort ankam, schaute ich erst  mal auf das Schild mit den Rheinkilometern. Ich musste leider feststellen, dass die Stelle die  ich befischen wollte noch  2,5 KM entfernt ist, aber in Anbetracht der 30-35 Kilo Gepäck die ich auf den Schultern  hatte,  und  der Schneestiefel die meine Füße  zierten sollte das  ja ein Klacks  sein. Bei so  einem Marsch von einer Stunde fallen einem ganz eigenartige Sachen ein: Wollte ich mir nicht schon immer mal  einen Trolly  kaufen? Warum brauche ich heute  eigentlich 10 Liter Futter und  ca. 25 Körbe? Warum hab ich nicht aufgehört zu rauchen? Und vor allem, warum ist Jens heute  nicht dabei, der hat gestern so führsorglich  mein Zeug ans Wasser gefahren?

Um 12 Uhr war ich  endlich an  der Angelstelle angekommen, ganz erschöpft hab ich dann meine Sachen auf der Steinschüttung abgelegt. Ohoh, was war das für ein Knacks??? Beim Aufbauen musste  ich dann feststellen, dass es zwar  vorteilhaft ist einen Rod-Pod dabei  zu haben, aber wenn man die eine Rutenauflage abbricht bringt er einem nicht mehr allzu viel.

Warum nennt mich Jens eigentlich Demolition Man, komisch?

Naja um  12.30 konnte ich dann anfangen zu füttern  und zu angeln, die Strömung sah auf  den ersten Blick zwar sehr  mau  aus,  aber  hier  waren Körbe von 140g notwendig.  Ich bestückte eine Rute traditionell mit Maden und  eine mit Pellet, gefischt wurde ca.  30m  und  20m vom Ufer. Nach bereits 40 Minuten  bekam ich den ersten  Biss auf Pellet  (mein erster überhaupt auf Pellet), leider stieg der Fisch nach kurzem heftigem Drill aus.  Ich kontrollierte gleich meine Haarmontage, aber der Haken war noch scharf. Da dann einige Zeit ohne Aktion verstrich, entschloss ich  mich die Madenrute mal 10m vors Ufer zu legen,  was sich auch 10 Minuten später auszahlte. Oh was war das, wieder heftige Fluchten, ich dachte an eine  bessere Barbe, da die letzten Fische alle  recht träge waren. Nach kurzem Drill konnte ich eine ca. 45-50cm Barbe landen. Welche Kampfkraft, ob´s am Warmwassereinlauf liegt?

Ich legte die Rute natürlich wieder direkt vors Ufer, und es tat  sich erst mal  nichts mehr. Nun gesellte sich auch Team Santa Claus Fraktion  Biblis Ost zu mir, die mich  freundlicherweise mit ihren Ruten  umzingelten.

Nach  kräftigem Nachfüttern meldete  sich nach einer halben Stunde mein Baitrunner mit einem Dauerton,  was für ein Biss. Ich merkte im  Drill direkt dass es sich diesmal um einen guten  Fisch handeln muss. Ich konnte eine schöne Barbe mit 68cm und genau 3000g keschern. Das war auch leider der letzte Fisch den ich  mit diesem Kescher landen konnte, als der Fisch anfing zu zappeln, flog er nämlich in  Fetzen. Da war  sie wieder, die Demolition  Man Frage ;)

Als nun nichts mehr beißen wollte, entschloss ich  mich (hoch erfreut und zufrieden) nach 3 Stunden Angelzeit einzupacken und mich auf  den Rückweg zu machen. Auf dem Rückweg lies die Freude dann doch  wieder etwas nach ;)

Ich denke dass die Stelle momentan sehr gut ist, wenn man  mal  die  Fänge  in letzter Zeit betrachtet. Ich bin  sicher dort werden wir mal mit 4 Mann angreifen müssen. 

 

P.S. Bilder gibt es leider  keine  zum Bericht, da ich  alleine war und die Fische  bei den  Temperaturen nicht  lange mit Selbstauslöserbildern quälen wollte. Ohnehin hätte  sich dies in  der steilen Steinpackung als schwierig erweisen können.

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