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Warmbadetag oder Rollbarben & Winterrapfen von Torsten

Nachdem wir nun alle nicht mehr die Jüngsten sind, war bei diesem kalten Wetter mal ein bisschen wärmeres Wasser angesagt. Was lag da näher, als dem Rheinufer unterhalb des Warmwassereinleiters vom Kernkraftwerk Biblis einen Besuch abzustatten. Aufgrund Timo’s Erfahrungen bei seiner Ironman-Quali (siehe hier), entschlossen wir uns diesmal die Sache von Süden anzugehen ….

Treffpunkt war zeitig um 8:00 Uhr auf dem Parkplatz des KKW, Kollege Hasi dachte wohl „Rechtzeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze“ und war daher sicherheitshalber schon mal um 7:00 Uhr vor Ort. (Wir hatten ihm auch 7:00 gesagt, daher in der Vergangenheit durch seine Navigationskünste glänzte und zu erwarten war, dass er das bis 8:00 sowieso nicht findet!J) Nach einer freundlichen Begrüßung durch den Werkschutz des KKW inkl. Handschuhwurf und Empfang der letzten Instruktionen hinsichtlich des Marschwegs um das KKW trafen dann nach und nach alle Teilnehmer ein.  Unser heutiger Gastangler war übrigens Markus, welcher trotz Temperaturen um 0° C mit dem Roller aus Darmstadt angereist kam - Respekt. Jens nutzte die Wartezeit und öffnete kurzer Hand seinen Bauchladen, um seine Sortimente aus billigen Haken gewinnbringend unters Volk zu bringen. Nachdem dann alle Schäfchen beisammen waren, sind wir dann auch endlich in Richtung Rhein aufgebrochen. Timo hatte aus taktischen Gründen mal lieber seinen Trolli zu Hause gelassen und teilte daher seine Ausrüstung unter Hasi & Jens gleichmäßig auf. Jens hatte sich übrigens für diesen Ausflug extra einen Schwerlast-Trolli geklau... ääh besorgt, Ähnlichkeiten mit einer Sackkarre sind nur rein zufällig, die zusätzlichen 20 kg durch Timo’s Futtertrog waren daher für ihn kein kein Problem ….

Der Weg zum Rhein führte uns um das KKW herum und glich an manchen Stellen einem Hindernislauf – insbesondere Kollege Hasi traf es doppelt schwer, kleine Räder & kurze Beine sowie Timo’s Kiepe als zusätzlichen Ballast. Nach so rund 1.5 km Fußmarsch über Deiche & Bahnschienen waren wir dann auch endlich am Rhein angekommen und verteilten uns gleichmäßig auf den ersten 100m der freigegebenen Rheinstrecke.

Aufgrund eines kleineren Faupax bei der Beschaffung der Angelköder mussten wir  (d.h. Timo, Hasi und meine Wenigkeit) uns bei Jens andienen um hier einige seiner schockgefrosteten 1a Premium-Maden in fragwürdiger Qualität zugeteilt zu bekommen. Auf die sonst üblichen Gebühren verzichtete Jens in Anbetracht der Tatsache, dass er zum einen uns bereits mit dem Verkauf von Haken reichlich abgezogen hatte und zum anderen die sog. Maden eher als Stubenfliegen im Frühstadium zu bezeichnen waren.

  

Das Rennen um die Krone eröffnete ich mit dem Fang einer mittelmäßigen Barbe von rund 50 cm. Ich war vom Anbiss vermutlich genau so überrascht wie die Barbe, da ich die Rute erst kurz zuvor ausgeworfen hatte und eigentlich noch voll und ganz mit der Montage meiner zweiten Rute beschäftigt war (Danke Jens …. Du Guter!).

 

Na, dass fing ja schon mal ganz gut an – das dieses mein einziger Fisch bleiben sollte, konnte ich ja noch nicht ahnen. Im weiteren Verlauf des Tages konnte dann nur noch Jens die Barben zu einem Anbiss überzeugen – Timo, Markus und Hasi fuhren mit einem glatten Offenbacher heimwärts.

Bei den von Jens gefangenen Barben handelte es sich nach Einschätzung unseres anwesenden Hobby-Veterinärs Dr. Hasi eindeutig um eine, bei vielen Anglern unbekannte Unterart der Gattung Barbe, der sog. Rollbarbe (barbus-rollus), die scheinbar nur in diesem Rheinabschnitt vorkommt.

Auch kräftiges Urinieren und Anheben des Wasserspiegels durch Timo, sowie die von Markus hastig abgekippte Pulle Darmstädter Pils änderte nichts daran, dass wir die erste Krone des neuen Jahres wieder an Jens übergegeben durften.

Der Fang eines kleinen Fisches durch Jens brachte Dr. Hasi auf die Spur, der diesen wiederum eindeutig als untermassiges Exemplar der Gattung Winterrapfen identifizierte…

Die Zeit in den Beißpausen war recht kurzweilig, da uns hier Hasi einige Erlebnisse aus seinem früheren Wirken zum Besten gab. Diese hier wiederzugeben sprengt vermutlich den Rahmen dieses Berichtes (und die Laufzeit meines Akkus im Laptop) und wird daher sicherlich zu einem späteren Zeitpunkt eine besondere Würdigung auf dieser Homepage erfahren;).

Kurz vor  Ende unseres Angelns konnte Jens noch eine gute Barbe erwischen:

Gegen 14:00 Uhr war dann allgemeiner Aufbruch und Abmarsch zurück in Richtung Parkplatz, welcher durch eine geschickt gewählte Abkürzung deutlich weniger mühevoll war – für die meisten zumindest. Das Bild zeigt Hasi kurz vorm Zieleinlauf am Sammelpunkt für Nachzügler oder sonstige Kurzbeinige:

 

Hier zum Abschluss nochmals Hasi mit seiner Lebenseinstellung vor seinem gepflegten 300.000er, der sicherlich bald seinen Ehrenplatz im Opel-Werksmuseum erhalten wird.

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