

Heute den 2ten Ansitz an einer neuen Stelle absolviert, welche mir beim ersten Mal direkt gute Resultate lieferte. Beim ersten Besuch war die Zeit bis zur ersten Barbe eigentlich sehr angenehm, da die Spitze schon nach 15 Minuten in Richtung Rhein gerissen wurde. Angeln wäre jedoch nicht Angeln, wenn es nicht jedes Mal eine kleine Überraschung am Start hätte.
Nachdem ich eine Rute mit Boilie und eine mit Maden bestückt hatte konnte es ja eigentlich losgehen. Macht mir auch wenig aus wenn es mal die ersten 1-2 Stunden nicht beißt, obwohl dann doch schon etwas mehr gefüttert wird und der Boilie den Angstmaden weichen muss.
Nach 3 Stunden ohne Biss ist der Glaube an einen solchen schon in relativ weite Ferne gerückt und es wird sich für das schöne Wetter und (beim Anblick der ewig reinigenden Bootsarbeiter) gefreut das es heute ein arbeitsfreier Tag ist.
Nach 4 Stunden macht man ja gerne mal nen kleinen Spaziergang und dreht sich hin und wieder um, weil man denkt die Rute schlägt schon aus. Aber auch dies passierte heute nicht.
Nach 4 Stunden und 59 Minuten wird sich das Viertelstunde-Einpack-Limit gesetzt und auf nen Kaffee zu hause gefreut. Nun schießt beim Kontrollblick zu den Ruten plötzlich das Adrenalin durch den Körper, denn eine Barbe hatte den Weg entlang meiner Futterspur aufgenommen und das Madenbündel genommen. Das sind die Momente welche das Barbenfischen einfach geil machen ;). Die vielleicht 5 Stunden andauernde Ruhe und dann die urplötzlich aufkommende Action. Mit 60cm kein Riese, aber der Mensch freut sich. Wieder raus mit dem 180g Krallenkorb (heute werden keine Gefangenen gemacht) und ziemlich zeitnah der nächste Anbiss.
Innerhalb einer Stunde kommen so 5 Barben zwischen 52 und 63cm zusammen. Dazu wäre anzumerken, dass die 63er mit 3kg ein richtig fetter Brocken war, da diese Grenze meist erst bei 67cm geknackt wird. Interessant auch das ausnahmslos alle Fische in der Fahrrinne bissen. Auf der ufernahen Rute tat sich den ganzen Angeltag nichts.
Was lernen wir aus der Story, Bisse kommen erst dann nicht mehr wenn der Köder nicht mehr im Wasser liegt ;)