

Bekanntermassen ist in Biblis ja immer irgendwie Sommer, sodass wir uns mit 5 Mann wieder mal zum Ansitz am AKW trafen.
Nachdem wir unseren kleinen Fußmarsch absolviert hatten, durften wir schon regen Betrieb am Ufer registrieren. Einige Kollegen hatten schon Stellung bezogen, was uns dazu zwang es etwas weiter unten zu versuchen.
Das Wetter zeigte sich vorerst von seiner guten Seite und es schien ein guter Tag zu werden. Endplatz-Torsten legte nach kurzer Zet schon die erste Barbe von ca. 53cm auf die Schuppen. Eine zweite schlitze direkt im Anschluß aus. Sofort war klar, dass wir heute alle unsere Fische fangen würden.
Mittlerweile belustigte uns Roller-Markus mit diversen Showeinlagen, welche er seine Sänger Feederrute performte. Zuerst wurde mal getestet wie weit der Futterkorb bei geschlossenem Bügel bzw. verwickelter Spitze fliegt. Da die Wurfweite bei solchen Aktionen meist sehr begrenzt ausfällt, hing der Korb natürlich auch direkt vor seinen Füssen in der Steinpackung fest ;). Markus bemerkte rechtzeitig, dass es wohl nicht sein Tag werden würde. Die nächsten Bilder belegen wie recht er mit dieser Vermutung haben sollte.

Schöne Aktion (hervorgerufen durch einen Steinanbiss durch den besagten Auswurf ;)

Quiztime: Was fehlt hier? Tipp: Das hat Hasi auch schon geschafft :)

Richtig: Durch erneute Verwicklung die Spitze rausgefeuert und es mit dem Hasi-Schwingspitzenstil versucht.
Schnell waren wir uns einig, dass Markus ein wahrer Vertreter für Hasi (welcher leider verhindert war) darstellt. Da es immerhin schon halb zehn war, packte er standesgemäß seinen im Flachmann transportierten Scotch aus um sich etwas anzuwärmen.

Ein Zeichen für Markus den Flachmann zu zücken :)
Nachdem dies gelungen und ganz nebenbei die Einlage des Spitzenrings gebrochen war, wurde es dann auch bei Markus etwas ruhiger.

Hasi konnte ja wie gesagt nicht am Fischen teilnehmen, schaute aber mal mit seinem Boot vorbei.
Beim letzten Fischen viel mir schon auf, dass nur auf den beiden Endplätzen gefangen wurde. Das Spiel wiederholte sich bei dieser Session wieder und da ich glücklicherweise auf dem vorletzten Platz saß, bekam ich auch endlich Bisse. Diese wurden ebenfalls durch kleine Barben bis 55cm hervorgerufen, welche total zaghaft bissen. Kann mich an keinen Ansitz erinnern, an welchem die Barben nach Rotaugenart gebissen hätten. Warum dies so war werden wir wohl nie erfahren. Jedenfalls gingen ungewohnt viele Fische durch ausschlitzen des Hakens verloren. Auch dies sehr untypisch.

Torsten mit Monsterbarbe

Da sag mal einer die Barben in Biblis sind so gross, dass nicht mit Nackengriff zu packen.
Fazit: Da sehr eigenartige Kollegen in Biblis fischen, welche einem (zum Glück nicht mir) mit ihrer Telefonkabelschnur in die Montage feuern und auch alles was Flossen hat mitgenommen wird (wurden Zeuge eines Drills alla Dorschpilken auf dem Kutter) , wird man mich/uns vermutlich nicht mehr dort antreffen.
Hier sei noch ein echt heisser Gerätetipp für Karpfenangler von nem Biblis-Kollegen gestattet: 70iger Mono, 200g Sargblei, Stahlvorfach!, verrosteter Drilling und Teigkugel. Im Interview meinte er nur: "Und was machste wenn ein 28kg Karpfen bei Dir anbeisst?". Gut das dies bei uns nur sehr selten der Fall ist ;).
Zusammen 5 Barben und einen Brassen in recht kleinen Grössen rechtfertigen kein Engagement dieser Grössenordnung. Gibt Stellen vor unerer Haustüre, wo ähnliche Resultate drinne sind und entspannter gefischt werden kann. Aber eins bleibt noch zu bemerken: Die Jungs dort sind trotz allem irgendwie Tierfreunde (siehe nächstes Foto ;).
