
Im Zuge der Gefahrenabwehr durch die allgewärtigen Paddler hatte Jens auch noch zwei hübsche Tröten im Internet gekauft, deren erste Erprobung unter realen Bedingungen auch heute erfolgen sollte. Es war also volles Testprogram für den heutigen Tag angesagt, zudem versprach auch das Wetter sich heute noch mal von der besten Seite zu zeigen, denn beim Start gegen 11:00 Uhr hatten wir strahlendblauen Himmel am Rhein - es machte daher also nichts, dass Jens, nachdem er zum Fish-Out 2006 schon ohne Schuhe zum Angeln erschien, heute mal seine Jacke zu Hause vergessen hatte ;)
Nachdem wir uns auf den beiden Endplätzen im Starterfeld niedergelassen hatten - Jens stromab, ich stromauf - musste als erstes natürlich der neue Angelstuhl von Jens bewundert werden....
Seinem Alter und körperlichem Gesamtzustand entsprechend, musste der Stuhl natürlich mit Armlehnen ausgestattet sein ... und damit jeder sehen kann was er auf der Naht hat, hängt das Preisschild natürlich noch dran

Als nächster Tageshöhepunkt kam dann der Test der neuen Anti-Paddler-Tröte. Das Ding wird nur mit Atemluft betrieben, welche man durch eine seitliche Bohrung in die Tröte hineinbläst - nach Herstellerangaben leistet die Powerfanfare bis zu 130 dB, was auch den blindesten Paddler wieder zurück auf den rechten Weg bringen sollte!
Die Fanfare bringt einen brutalen Druck den man ohne Gehörschutz kaum ertragen kann- aber auch wie beim Doktor gilt hier: Nur wenn's weh tut hilft's ! ;)
Allerdings haben wohl die ersten "Trööts" die meisten Freunde der paddelnden Zunft schon im Bootshaus von ihrem Vorhaben abgehalten, denn es waren heute "leider" nur sehr wenige Boote auf dem Wasser und die sind dann auch noch auf der falschen Seite gefahren - menno! Allerdings schien die Tröte eine Lockwirkung auf die Barben auszuüben, den kurz nach dem letzten Jagdsignal "Das grosse Halali" biss bei Jens die erste 63er Barbe ..;)
Zu herzergreifenden Szenen kam es, als unser schon als verschollen geglaubter Member Hasi plötzlich auftauchte um uns mit fachlichem Rat in diesen schweren Stunden zur Seite zu stehen. Nach eigenen Angaben war er zu Hause in Bad Camberg im Garten und wurde durch unsere Tröten-Signale angelockt - als Kapitän eines 4 PS Schlauchbootes wusste er diese natürlich sogleich zu deuten und eilte an den Rhein.....
Wir fingen heute insgesamt 13 Barben bis 64cm (Jens 9 Stck., Torsten 4 Stck), einige Fische gingen durch ausschlitzenden Haken verloren. Meine erste Barbe verlor ich ebenfalls kurz vorm Kescher, das 22er Stroft-Vorfach riss knapp unter dem Schlaufenknoten ab. Da mir das schon 1-2mal passiert ist vermute ich, dass die Schnur durch einklemmen zwischen den Krallen am Körbchen beschädigt wird. Hier werde ich kurzfristig durch ein Stückchen Silikonschlauch über dem Schlaufenknoten Abhilfe schaffen. Fast alle Fische zeigten schon einen recht deutlichen Bauchansatz für die bevorstehenden Laichzeit, welche sich durch die momentanen Temperaturen wohl etwas nach vorne verschieben dürfte.
Als ich meine letzte Barbe kescherte war ich doch sehr überrascht, als ich im Maul dieser Barbe zwei Haken fand! Um so erstaunter war ich als ich feststellte, dass es sich hierbei in beiden Fällen eindeutig um meine Haken & meine Vorfachschnur handelte!
Dieser Fisch war es also, welcher mir zu Beginn durch Schnurbruch verloren ging! Da zwischen den beiden Bissen inzwischen mehrere Stunden vergangen waren, musste diese Barbe recht Standorttreu sein, zudem störte sie der verbliebene Haken im Maul wohl kaum und ging weiter der Nahrungssuche nach.